

Hacker achten bei ihren Angriffen sehr darauf, dass sie kaum Spuren hinterlassen. Eine XSRF-Attacke (Cross-Site Request Forgery, XSRF oder auch, CSRF) ermöglicht genau das. Sie ist u. a. auch als One-Click Attacke bekannt.
Eine One-Click Attacke besteht, wenn ein völlig ahnungsloser Webnutzer dazu veranlasst wird, auf einen Link zu einer unbekannten Webseite zu klicken. Auf der aufgerufenen Webseite wird dem Nutzer nichts Verdächtiges auffallen, sondern eine ihm vermeintlich harmlose Webseite präsentiert. Der Schaden bei einer One-Click Attacke richtet sich nicht gegen den Webnutzer an sich, sondern eher gegen wohlbekannte Webseiten, auf die es der Hacker in Wahrheit abgesehen hat.
Wie ist das gemeint?
In den Niederlanden und in Mexiko wurden spezielle Fälle von XSRF-Attacken bekannt. In den Niederlanden war ein Onlinebanking-Dienst anfällig für XSRF-Attacken. Durch diese XSRF-Anfälligkeit war das Onlinebanking-System verwundbar und so wurden im Auftrag von betroffenen Bankkunden Überweisungen ausgeführt und neue Bankkonten eröffnet, obwohl die Opfer selbst diese nie persönlich in Auftrag gegeben haben.

Anfang 2008 wurden Kunden einer mexikanischen Bank ebenfalls Opfer einer speziellen XSRF-Attacke. Der Angreifer konnte sich in der Web-Applikation als vertrauenswürdiger/eingeloggter Benutzer bewegen. Dann führt der Angreifer im Namen des Betroffenen gefälschte Anfragen aus, weil der Web-Server einem vermeintlich authentifizierten Benutzer vertraut. Dabei bekommen die Benutzer von diesem Missbrauch nichts mit.
Grundsätzlich sind nicht nur Router anfällig für CSRF-Attacken, sondern v. a. alle Anwendungen mit einer Weboberfläche, also auch Content-Management-Systeme oder Webportale. Dort ist die Wahrscheinlichkeit nämlich höher, dass ein Nutzer gerade in einer Anwendung (z. B. Ebay) eingeloggt und damit authentifiziert ist, während er in einem zweiten Fenster vielleicht etwas bei Google sucht und dabei auf einer manipulierten Webseite landet. Das Problem daran besteht eben nun, wenn der eingeloggte Nutzer auf einer manipulierten Webseite landet und an ihm eine CSRF-Attacke angewandt wird und seine Authentifizierung gegenüber einer Anwendung von einem Hacker missbraucht wird.
Allerdings können nicht nur Browser angegriffen werden. Bösartige Skriptbefehle können überall da eingeschleust werden, wo die Einbindung von Skript-Kommandos ermöglicht wird, wie z. B. in Word-Dokumenten, Flash-Dateien, RSS Feeds u. a.
Watch-Party
Session wird geladen ...
Viewer: 0
